artisanne

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erster frost ...

frost1



Die Welt sollte man nicht entzaubern, sagte die Dame mit Hut, ihr Sinn würde verloren gehen und das Staunen.


Marianne Büttiker - tempo fugato



frost

2 Kommentare 21.10.10 18:59, kommentieren

im herbstsalon ...

herbst



im herbstsalon
begegnen sich die langen regenmenschen
nassblauer himmel schluckt
das grün von den bäumen
kalter wind zerrt die fische
durch die grauen flüsse
am ufer erlösender tintenwolken
schälen sich sätze
kraftvoll und überfliessend vor leben
sätze die feuchten lippen gleich
voller sehnsucht und lust
treibe ich in nächtlichen atemzügen
in dein innerstes
im herbstsalon
ordnet sich das leben aufs neue



hermann josef schmitz


herbst1

1 Kommentar 23.10.10 22:27, kommentieren

both sides ...

both side




we always need to hear both sides of the story

and the lights are all on, the world is watching now
people looking for truth, we must not fail them now
be sure, before we close our eyes
don't walk away from here
'til you see both sides


phil collins








both side1

3 Kommentare 25.10.10 17:53, kommentieren

vollmond im herbst ...

herbststurm



Der volle Mond
auf monochromem Tableau.
Das Grau mit eingetieftem Blau,
fast ohne Sonnenschimmer-Rest,
regiert er still
auf seinem Zug durchs Reich
des Lichtverschlingens,
leuchtet selber aber,
bis dann der Funke überspringt
und neuen Tag entzündet,
der sich auf Blätterteppichen
sacht aus dem Blickfeld
rausgeschlichen hatte


Helmut Maier der lyriker mit bemerkenswertem und grossem einsatz gegen stuttgart 21. ich finde dein engagement grossartig lieber helmut!



herbststurm1

5 Kommentare 26.10.10 17:16, kommentieren

oktoberlied ...

herbstblatt



Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!


Und geht es draussen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!


Und wimmert auch einmal das Herz -
Stoss an und lass es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.


Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!


Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.


Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfliessen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Geniessen, ja geniessen!



Theodor Storm



...und jetzt folgt eine kleine blogpause. häbit sorg und bis dann ...

7 Kommentare 27.10.10 18:21, kommentieren