artisanne

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blaue umarmung ...

sommer1



sich den schatten entziehen
haut aufknöpfen
kaum worte für das leuchten finden
das als zärtlichkeit
in mehr fingern wartet
als du zählen kannst



hermann josef schmitz



sommer2




sommer

3 Kommentare 10.8.12 22:06, kommentieren

sommertraum ...

hortensien




Sommertraum

Golddurchflammte Ätherwogen,
Schwerer Äste grüne Bogen,
Süss verwob'ne Träumerei'n
Sommer, deine warmen Farben,
Helle Blumen, gold'ne Garben
Leuchten mir ins Herz hinein


In dem Wald, dem dämm'rig düstern,
Hörst du's rauschen, lispeln, flüstern,
Elfenmärchen - Duft und Schaum?
Blumenkinder nicken leise,
Lauschen fromm der alten Weise
Von des Waldes Sommertraum


Und der See, der windumfächelt
Lallend plätschert, sonnig lächelt
Rosen blühen am Gelände,
Rosenglut, wo ich mich wende



Lisa Baumfeld



hortensien2



hortensien1

2 Kommentare 12.8.12 16:07, kommentieren

meervervielfältigung ...

meer



Wie erfasst es sich blau? Wortausrichtung; die Blauheit,
in ihre Formlosigkeit gefasst; ein Weltplan, ein partikulares Geschwader, ein Summen, eine, sich tiefende Oberfläche, eine verdichtete Auflösung, eine formierte Formlosigkeit, eine flüchtige Erscheinung, eine Klangfuge ohne bestimmbare Folge, eine mehrteilig mehrschichtige Meervervielfältigung.



marianne büttiker


meer2




meer1

3 Kommentare 14.8.12 23:02, kommentieren

verstehen ...

lila2




Grüne Mutter
Bukowina
Schmetterlinge im Haar

Trink
sagt die Sonne
rote Melonenmilch
weiße Kukuruzmilch
ich machte sie süß

Violette Föhrenzapfen
Luftflügel Vögel und Laub

Der Karpatenrücken
väterlich
lädt dich ein
dich zu tragen

Vier Sprachen
Viersprachenlieder

Menschen
die sich verstehn


Rose Ausländer



lila



lila1

1 Kommentar 16.8.12 21:13, kommentieren

viel seltsam zartes ...

rose



rose1



Nun aber weisst du, wie sich das vergisst:
denn vor dir steht die volle Rosenschale,
die unvergesslich ist und angefüllt
mit jenem Äussersten von Sein und Neigen,
Hinhalten, Niemals-Gebenkönnen, Dastehn,
das unser sein mag: Äusserstes auch uns.
Lautloses Leben, Aufgehn ohne Ende,
Raum-brauchen ohne Raum von jenem Raum
zu nehmen, den die Dinge rings verringern,
fast nicht Umrissen-sein wie Ausgespartes
und lauter Inneres, viel seltsam Zartes
und Sich-bescheinendes – bis an den Rand:
ist irgend etwas uns bekannt wie dies?




Rainer Maria Rilke




rose3




rose2



blaugrün 01

4 Kommentare 18.8.12 22:04, kommentieren

gedankenspaziergang ...

antik


Gedanken wollen oft - wie Kinder und Hunde -, dass man mit ihnen im Freien spazieren geht.



Christian Morgenstern


antik1




antik2

4 Kommentare 20.8.12 22:14, kommentieren

sehen ...

leuchten3



leuchten5



was die augen sehen, noch einmal sich selbst
sein lassen



theo kneubühler aus akkord durch haut




leuchten



leuchten2




leuchten4




leuchten6



leuchten1

2 Kommentare 22.8.12 19:17, kommentieren