artisanne

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seite an seite ...

gelb



an deiner seite
sehe ich die welt
anders als du
sie siehst
du und ich
entblössen uns
hinter den bildern
bleibt mehr
als wir sehen



hermann josef schmitz


gelb1




...und morgen ist die glas-und die wortgarage in luzern auf dem handwerksmarkt:-) sehen wir uns da?

3 Kommentare 2.9.11 21:08, kommentieren

der sommer bricht entzwei ...

organisch2




organisch



mit einem mal bricht der sommer entzwei
wolken schäumen dunkelblau an den auguststrand
schon speichert das reife grün der wälder
die kühle schrift vergangener regentagebücher
am horizont entgleist ein letzter goldener schimmer
noch spürst du die spuren aus wärme
sehnst dich nach dem festzuhaltenden moment
schon legen aufgereihte flügelschläge
ein nicht zu widerlegendes muster
aus abschied und aus sicherheit
sie werden wiederkommen
die vögel und der sommer
vielleicht ein letztes mal in diesem jahr





hermann josef schmitz




organisch1

3 Kommentare 5.9.11 21:46, kommentieren

herbstliches weltgeheimnis ...

mais



Herbstlich sonnige Tage,
mir beschieden zur Lust,
euch mit leiserem Schlage
grüsst die atmende Brust.


O wie waltet die Stunde
nun in seliger Ruh’!
Jede schmerzende Wunde
schliesset leise sich zu.


Nur zu rasten, zu lieben,
still an sich selber zu baun,
fühlt sich die Seele getrieben
und mit Liebe zu schaun.


Jedem leisen Verfärben
lausch ich mit stillem Bemühn,
jedem Wachsen und Sterben,
jedem Welken und Blühn.


Was da webet im Ringe,
was da blüht auf der Flur,
Sinnbild ewiger Dinge
ist’s dem Schauenden nur


Jede sprossende Pflanze,
die mit Düften sich füllt,
trägt im Kelche das ganze
Weltgeheimnis verhüllt.



Emanuel Geibel



mais1

7 Kommentare 6.9.11 23:28, kommentieren

lichtgarben ...

blue


die gelben mauern des sommers ergrauten
türen aus rauch gingen auf
in den traum von ernten
....


ich witterte nur
die nähe des herbstes,
seine fährte, die farben,
die spuren des wilds.


ich sah die fasanen:
sie trugen den traum
unverletzt
durch die garben des lichtes
über die säulen, die kronen
den wald, auf andere äcker
jenseits des stroms.



wolfgang bächler aus "ausbrechen"

2 Kommentare 8.9.11 17:20, kommentieren

jedem anfang ...

schloss2



Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf um Stufe heben, weiten.


Hermann Hesse



schloss



...der umzug meines liebsten ist gelungen. so ein schöner ort..... möge es ein wunderbares neues zuhause sein. die kissen die ich kürzlich gezeigt habe, haben ihren neuen platz gefunden. ich freu mich schon darauf bald wieder dort zu sein.


schloss1

7 Kommentare 11.9.11 22:15, kommentieren

besser ...

gut




gut1

3 Kommentare 13.9.11 20:53, kommentieren

schmetterlinge im haar ...

schmetterling



schmetterling2




grüne mutter
bukowina
schmetterlinge im haar


trink
sagt die sonne
rote melonenmilch
weisse kukuruzmilch
ich machte sie süss


violette föhrenzapfen
luftflügel vögel und laub


der karpatenrücken
väterlich
lädt dich ein
dich zu tragen


vier sprachen
viersprachenlieder


menschen
die sich verstehn



rose ausländer




schmetterling1

2 Kommentare 15.9.11 14:07, kommentieren