artisanne

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winter ...

frost



Winter

Ein weisses Feld, ein stilles Feld.
Aus veilchenblauer Wolkenwand
Hob hinten, fern am Horizont,
Sich sacht des Mondes roter Rand.

Und hob sich ganz heraus und stand
Bald eine runde Scheibe da,
In düstrer Glut. Und durch das Feld
Klang einer Krähe heisres Krah.

Gespenstisch durch die Winternacht
Der grosse dunkle Vogel glitt,
Und unten huschte durch den Schnee
Sein schwarzer Schatten lautlos mit.


Gustav Falke



frost1

2 Kommentare 5.1.11 19:43, kommentieren

von mir zu dir ...

grün-blau2


ohne die linie von mir zu dir,
ohne die saite, die sich spannt,
ist sinnlos das weltall, wüst ist das land,
ohne die Liebe von dir zu mir.


eva strittmatter


grün-blau


blau-grün....eine neue hosentaschenperle für meinen liebsten.


grün-blau1


grün-blau3

2 Kommentare 9.1.11 21:33, kommentieren

später mondenschein...

fluss1



keine stimme mehr,
nicht im feld und nicht im dorf.
später mondenschein.


Imozeni

2 Kommentare 10.1.11 21:27, kommentieren

tauwetter ...

tauwetter




Schmutziges Wasser erbricht das Eis
Tränen schwimmen in Pfützen
Noch einmal der Kälte entkommen
Noch einmal aufbrechen
und ungebrochen Sein


magda




tauwetter1



tauwetter2

2 Kommentare 13.1.11 16:45, kommentieren

aufwind ...

aufwind



aufwind1


ein neuer morgen


ein neuer morgen läutet übern schnee
die nacht liess mich aus ihren scharfen zähnen gehn


die wolken steigen hoch darunter ich
ein stück davon gekommene zähe natur



ulla hahn aus: Im Aufwind Andreas Felger - Aquarelle


aufwind2


dieses wunderschöne bild von sylvia hagenbach hat mich bereits im dezember erreicht.
ich freue mich jeden tag ganz fest darüber und es passt so gut ins (grün-)blaue haus!:-) vielen vielen herzlichen dank du liebe künstlerin für dieses so persönliche und wertvolle geschenk. wie passend auch das buch dazu ....."im aufwind".
ich übe das mit dem aufwind noch täglich aufs neue, aber es kommt dann irgendwann gut.


den blog von sylvia mag ich euch sehr empfehlen. es lohnt sich zu lesen, zu staunen, zu schauen, zu verweilen!


danke du liebe!!!


aufwind3

3 Kommentare 14.1.11 14:42, kommentieren

flackerfunken ...

feuer


Dies ist es, was man unter lesen versteht. Man könnte dieser Tätigkeit als Symbol das Denkbild einer Flamme zuordnen, die sich ausbreitet, oder jenes andere eines Fadens, der von einem Ende zum anderen brennt, wobei es gelegentlich kleine Explosionen und Flackerfunken gibt.



Paul Valery



feuer1

3 Kommentare 16.1.11 14:19, kommentieren

weil du bist wie du bist ...

17,1a



17.1



nicht du
um der liebe willen
sondern um deinetwillen
die liebe
(und auch
um meinetwillen)
nicht
weil ich lieben
muss
sondern weil ich
dich
lieben
muss
vielleicht
weil ich bin
wie ich bin
aber sicher
weil du
bist
wie du bist


erich fried


17.1b


danke DIR für diese wunderbare zeit !!! ... für all die schnittmengen und das gemeinsame wachsen und dafür dass du bist wie du bist.


52 satzwerke

4 Kommentare 17.1.11 16:07, kommentieren