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auf die fruchtbringende herbstzeit ...

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Auf die fruchtbringende Herbstzeit


Freuderfüller, Früchtebringer, vielbeglückter Jahreskoch,
Gründung-, Blüh- und Zeitungziel, werkbeseeltes Lustverlangen!
Lange Hoffnung ist in dir in die Taterweisung gangen.
Ohne dich wird nur beschauet, aber nichts genossen noch.

Du Vollkommenheit der Zeiten, mache bald vollkommen doch,
Was von Blüh- und Wachstumskraft halbes Leben schon empfangen!
Deine Wirkung kann allein mit der Werkvollziehung prangen.
Werter Zeitenschatz, ach, bringe jenes Blühen auch so hoch,

Schütt aus deinem reichen Horn hochverhoffte Freudenfrüchte!
Lieblich süsser Mundergetzer, lab auch unsern Geist zugleich!
So erhebt mit jenen er deiner Früchte Ruhmgerüchte.

Zeitig´ die verlangten Zeiten in dem Oberherrschungsreich,
Lass die Anlasskerne schwarz, Schickungsäpfel saftig werden,
Dass man Gottes Gnadenfrücht froh geniesst und isst auf Erden.


Catharina Regina von Greiffenberg



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wir freuen uns auf morgen - auf einen sonnigen herbsttag am handwerksmarkt in luzern.

3 Kommentare 2.10.09 15:37, kommentieren

eine stadt erwacht ...

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... morgens um sieben in luzern. ein neuer tag erwacht und das frühe aufstehen hat sich gelohnt. der müdigkeit weicht ein staunen über diese, einmal mehr stimmungsvolle und wunderschöne kulisse. würde ich in der stadt und nicht auf dem land leben wollen, meine wahlstadt wäre luzern.



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wie immer ist der glasgaragenstand direkt vor dem stilvollen hotel des balances



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vielen dank allen besucherInnen. es war ein wunderschöner leuchtender tag, den wir sehr genossen haben.



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... und morgen zieht's uns schon wieder nach luzern. wir gehen die probe zu "gemeinsam - einsam" anschauen. bald ist premiere von diesem tanzprojekt, bei dem texte von hermann josef schmitz schauspielerisch und tänzerisch ins szene gesetzt werden.



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5 Kommentare 3.10.09 19:40, kommentieren

grün-blau ...

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flut
so viel gefühl
für mich
auf deinen lippen
und deine hände
nehmen mich in sich bis meine haut
in flaum und seide
schwimmt
und jede woge mich erneut
an deine ufer wirft und meine sinne
schwinden.



Brigitte Fuchs



grün-blau






3 Kommentare 5.10.09 19:36, kommentieren

oktoberlied ...

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oktoberlied




Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Und geht es draussen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz -
Stoss an und lass es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.

Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfliessen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Geniessen, ja geniessen!


Theodor Storm


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5 Kommentare 7.10.09 13:25, kommentieren

work in progress ...

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..nach wertheim, den ferien und der grippe, respektive ferien mit grippe, bin ich mal wieder ausgiebiger am brenner.

ich bin dabei aufträge zu erledigen. z.b. eine schmückende glas-keramik teamarbeit mit veronika müller von ton in ton oder perlen die eine künstlerin mit silber veredeln wird und einige andere aufträge sind in arbeit. (und bald werde ich auch längst fällige mails endlich beanwtorten... )

nebenbei spiele ich aber auch gerne mit dem für mich immer noch eher neuen glas "silber braun". die perlen vom letzten eintrag und einige auf dem bild sind mit diesem reaktionsglas gemacht.




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2 Kommentare 9.10.09 16:46, kommentieren

herbsttag ...

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Herbsttag


Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr gross.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.


Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süsse in den schweren Wein.


Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.


Rainer Maria Rilke



herbsttag

1 Kommentar 11.10.09 19:06, kommentieren

herbstwald ...

herbstwald



Die goldnen Schatten auf dem Herbstwald liegen,
Er sprach in seiner Birkensprache gern,
Die Kraniche, die traurig weiterfliegen,
Bedauern nichts und sind dem Schicksal fern.



Bedauern – wen? Wir alle wandern, schweifen –
Du kommst und gehst und lässt das leere Haus –
Es träumt von denen, die die Welt durchstreifen,
Und tief im Teiche lischt das Mondlicht aus.



Und wenn die Zeit, im Zeichen neuer Sterne,
Sie einmal wegfegt, anderm Unrat nach,
So sollt ihr sagen, dass der Herbstwald gerne
In seiner Birkensprache zu ihm sprach.



Sergej Esenin



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ps: die naturaufnahmen der letzten tage und auch die heute sind von hermann josef schmitz. gemacht im jura und in der nahen umgebung vom blauen haus.

4 Kommentare 12.10.09 17:59, kommentieren