artisanne

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1. dezember

1


D wäut isch es wunger,
bi drüber & drunger,
sie verschlat eim d schprach.
Ha gluscht & gwunger,
ha durscht & hunger,
es ligt no so mänge acher brach.

I ha no lang nid aus endteckt,
wo sech vor mir het verschteckt.
Wenn i aus, wo me cha gseh, o chönnti gseh,
I gäbt viu derfür.
glych wie wyt wäg, dass me geit,
glych wohi dr wind eim treit,
es landet jede immer wieder vor syre eigete tür.


patent ochsner


ps: übersetzung liefere ich nach bedarf:-)






1a

8 Kommentare 1.12.08 15:30, kommentieren

2. dezember

... simply red
simple red


feuerrot, blutrot, signalrot, mohnrot, rosenrot, karminrot, zinnoberrot, rubinrot, magenta, ziegelrot, englischrot, ochsenblutrot, terracottarot, braunrot, erdrot, pompejanischrot, schwedenrot, litholrot, kadmiumrot, spektralrot, alizarinrot, bordeauxrot, rubinrot, purpurrot, schwarzrot, oxidrot, beigerot, korallenrot, erdbeerrot, kirschrot, himbeerrot, tomatenrot, weinrot, verkehrsrot, lachsrot, orientrot, dunkelrot, hellrot, rostrot, pink, kupferrot, fuchsrot, fleischrot, backsteinrot, ferrarirot, holunderbeerenrot, eisenoxidrot, mennigerot, abendrot.


... und halt immer wieder scharlachrot, und drum no einisch ...

und zwar für di und für di und für di ... und für aui wo das lied ou so gärn hei.







und viel mehr zu rot gibts hier :

rot

rot

rot

rot

rot

rot


weihnachtszeit ist für mich rot .. und gold und grün und klingend und still und besonders und doch immer anders und ich mag sie die weihnachtszeit! morgen stehe ich unter einem leuchtend roten dach.... am chlausemäret in solothurn. und rot .. ist sinnlich und ist die liebe und ist pulsierend und was ist rot für euch?

simple red 2

3 Kommentare 2.12.08 20:31, kommentieren

3. dezember

... the power of love

power of love



zurück aus solothurn, von einem einmal mehr sehr schönen chlausemäret, mach ich hier kleine programmänderung für den heutigen tag. .... weil in meinem adventskalender heute diese musik drin war und mich so sehr freut, teil ich sie mit euch.


....flame on burn desire
love with tongues of fire
purge the soul
make love your goal

I'm so in love with you ....




ich liebe dieses lied und hab ganz schöne erinnerungen an meine teeniezeit ....:-) aber viel schöner noch ist das jetzt und heute!

2 Kommentare 3.12.08 22:17, kommentieren

4. dezember

markt




... stürmisch wars heute am zweiten chlausemärettag. die zelte teilweise im wind flatternd, wurde wegen des sturms der markt vorzeitig abgebrochen. nass wars und trotzdem ganz schön! ich danke euch besucherInnen die ihr kommt, euch zu erkennen gebt als blogleserInnen, als liebhaber meiner glasperlen, als immerwiederkommende, als freude bringende, als geschichten erzählende, als menschen die berühren und nicht zuletzt als käuferInnen;-) nach dem ich wieder trocken und "aufgetaut" bin, ist der regen und der sturm vergessen und es bleiben ganz viele gute erinnerungen. ich würde heute gerne von diesen bereichernden momenten schreiben und doch sind sie fast unbeschreibbar. es ist so guttuend, wenn menschen kommen und sich freuen an den glasperlen in den setzkästen und an den ketten. wenn sie mir sagen, dass sie wegen meinen glasperlen wieder gekommen sind, wenn sie mich einen augenblick an etwas teilhaben lassen. es gibt andere möglichkeiten die eigenen werke zu verkaufen und nach jedem markttag weiss ich, dass es für mich die richtige ist. diese lebendigen und interessanten, leuchtenden und unterschiedlichen begegnungen hätte ich nicht in dieser fülle ohne die märkte. ja, es ist meist kalt, ja ich bin fast nur an märkten die draussen stattfinden, ja, ich habe 7 schichten kleider an und ja ich hab da schon auch augenblicke wo ich mich nachhause an die wärme wünsche ...... und trotzdem ists nur GUT! der kleine bube der seinem grosmueti eine perle schenken wollte, lässt mich innerlich strahlen. er hatte nur wenig geld dabei und so haben wir dann den preis runtergeschummmelt, dass es reicht. oder christine die vor mir steht und sich als blogleserin "outet". wir haben uns nie vorher gesehen und kannten uns nicht. toll wars dir zu begegnen! roland der spontan für mich die begonnene perlen weiterdrehte, als ich ans telefon musste. etc. es gibt von all den märkten ganz viele geschichten ... die sind mir sehr wertvoll und für die lohnt es sich immer wieder! fast ... könnt ich lossprudeln und gleichzeitig sind diese augenblicke auch ganz persönlich und drum freu ich mich ganz fest drüber. chlausemäret ist sehr vorweihnachtlich und drum heute eine erste weihnachtsgeschichte.

 

 

Die Apfelsine des Waisenknaben Schon als kleiner Junge hatte ich meine Eltern verloren und kam mit neun Jahren in ein Waisenhaus in der Nähe von London. Es war mehr als ein Gefängnis. Wir mussten 14 Stunden am Tage arbeiten - im Garten, in der Küche, im Stall, auf dem Felde. Kein Tag brachte eine Abwechslung, und im ganzen Jahr gab es für uns nur einen einzigen Ruhetag: Das war der Weihnachtstag. Dann bekam jeder Junge eine Apfelsine zum Christfest. Das war alles. Keine Süßigkeiten. Kein Spielzeug. Aber auch diese eine Apfelsine bekam nur derjenige, der sich im Lauf des Jahres nichts hatte zuschulden kommen lassen und immer folgsam war. Diese Apfelsine an Weihnachten verkörperte die Sehnsucht eines ganzen Jahres. So war wieder einmal das Christfest herangekommen. Aber es bedeutete für mein Knabenherz fast das Ende der Welt. Während die anderen Jungen am Waisenhausvater vorbeischritten und jeder seine Apfelsine in Empfang nahm, musste ich in einer Zimmerecke stehen und zusehen. Das war meine Strafe dafür, dass ich eines Tages im Sommer hatte aus dem Waisenhaus weglaufen wollen. Als die Geschenkverteilung vorüber war, durften die anderen Knaben im Hofe spielen. Ich aber musste in den Schlafraum gehen und dort den ganzen Tag über im Bett liegen bleiben. Ich war tieftraurig und beschämt. Ich weinte und wollte nicht länger leben. Nach einer Weile hörte ich Schritte im Zimmer. Eine Hand zog die Bettdecke weg, unter die ich mich verkrochen hatte. Ich blickte auf. Ein kleiner Junge namens William stand vor meinem Bett, hatte eine Apfelsine in der rechten Hand und hielt sie mir entgegen. Ich wusste nicht, wie mir geschah. Wo sollte eine überzählige Apfelsine hergekommen sein? Ich sah abwechselnd auf William und auf die Frucht und fühlte dumpf in mir, dass es mit der Apfelsine eine besondere Bewandtnis haben müsse. Auf einmal kam mir zum Bewusstsein, dass die Apfelsine bereits geschält war, und als ich näher hinblickte, wurde mir alles klar, und Tränen kamen in meine Augen, und als ich die Hand ausstreckte, um die Frucht entgegenzunehmen, da wusste ich, dass ich fest zupacken musste, damit sie nicht auseinander fiel. Was war geschehen? Zehn Knaben hatten sich im Hof zusammengetan und beschlossen, dass auch ich zu Weihnachten meine Apfelsine haben müsse. So hatte jeder die seine geschält und eine Scheibe abgetrennt, und die zehn abgetrennten Scheiben hatten sie sorgfältig zu einer neuen, schönen und runden Apfelsine zusammengesetzt. Diese Apfelsine war das schönste Weihnachtsgeschenk in meinem Leben. Sie lehrte mich, wie trostvoll echte Kameradschaft sein kann.

 

 

verfasser mir unbekannt

 

 

ps: in luzern werden wir wieder allen besucherInnen des glasgarage (und wortgarage) standes einen text von hermann josef schmitz schenken ... darauf dürft ihr euch freuen. wir umgekehrt freuen uns auf den samstag in luzern!

2 Kommentare 4.12.08 21:47, kommentieren

5. dezember

... notwendigkeiten




milonga



 

 

n o t w e n d i g k e i t e n .

und alles alles hat mit allem zu tun

eva cader-benedix

 

 



kopfgeburten brandherde winterlinge.
spiegelscherben kugelfische ebenen.
hintertüren offene berührungspunkte.

weiches licht. blasse rosen. katzengold.
die maserung der haut. losungsworte.
sämtliche variationen von blau.

flussläufe leichtsinnige zeilenbrüche.
taschenspielertricks. herzfülle.
der himmel unter den füssen.


marianne rieter




in den jahren in denen ich durch die weiten des www spaziere gibts diese eine für mich ganz besonders schöne, wertvolle und reiche seite. ich war vor ein paar jahren auf der suche nach einem text/gedicht über wasauchimmer und bin auf den blog von marianne rieter gestossen. über mehrere tage habe ich mich sattgelesen und immer wieder kehr ich zu den worten von marianne zurück. nie lassen sie mich unberührt.

drum mag ich heute als adventsfenster hinweisen auf eine meiner allerliebsten seiten:


milongablog
und
wortwörtliches


euch allen wünsche ich zeit zu verweilen, zu spazieren auf den beiden seiten von marianne rieter, euch berühren zu lassen, fasziniert zu sein, zu geniessen, bisschen auch manchmal zu seufzen und nachdenklich zu sein. es lohnt sich so sehr!


milonga1



s a g . . .



sag, wie viele herzen hat ein leben
wie viele hüllen und träume

leg dein atmen um mich
und dieses seltene blau

bis in den brüchigen tag
weiter will ich dich nicht denken


marianne rieter


DIR liebe marianne danke ich herzlichst dafür!

3 Kommentare 5.12.08 19:39, kommentieren

chlausetag ...

6.dezember



mit einigen eingefangenen impressionen sind wir zurück aus luzern.
noch bleiben 4 markttage am handwerksmarkt in dieser prachtvollen stadt. auf den allerletzten tag, den 21. dezember, freue ich mich ganz besonders, weil dann abends die sternsinger unterwegs sein werden. wer zeit hat und muse sich berühren zu lassen von einem bewegenden umzug durch luzerns altstadt soll die gelegenheit nutzen. plötzlich wird innegehalten, klingen traditionelle weihnachtslieder gesungen von dem grossen chor der sternsinger durch die gassen. verflogen der betrieb, die hektik ... es ist tatsächlich unbeschreiblich und geht unter die haut. es gehört zu den dingen die man gerne beschreiben möchte und kaum worte findet dafür...es ist weihnachten pur ... doch es gibt menschen die haben worte dafür - aber dazu in einem späteren beitrag hier.





und noch bisschen mehr infos zu den sternsinger:

sternsingen - ein brauch aus dem 10. jahrhundert



chlausetag

1 Kommentar 6.12.08 20:18, kommentieren

7.dezember

….ausruhen, tanken, sein

7.dezember


windfinger streicheln über die hautwinkel des flusses
elfenbeinfarbene wolkenbrüche atmen ins verlorene licht
im vergehen des tages zwischen regenstäben
entatmen die gedanken und freuen sich
auf die nische in deiner halsbeuge


hermann josef schmitz


7.dezember1

huch... myblog hatte eine störung und ich entschuldige mich bei euch lieben abonentInnen für die vielen mails die ihr bekommen habt. das waren die fehlversuche ... excusé!

1 Kommentar 7.12.08 21:12, kommentieren